So Ihr Lieben,
nachdem Ihr ja doch schon länger nichts mehr von uns gehört habt, soll hier ein kleines Update folgen. Inzwischen ist nämlich Folgendes passiert.
Schweren Herzens haben wir uns am Samstag vergangener Woche von Karin und Salem (an dieser Stelle sei auch noch ein ganz großes DANKESCHÖN an an die Beiden für ihre liebe Gastfreundschaft und ihre tolle Unterstützung gesagt!) getrennt und uns wieder mit unserer frisch „gestylten“ Daisy Diesel, diesen Namen trägt unser Auto nun ;), auf die Straßen Australiens begeben.
Unser erstes Ziel war der Markt in Eumandi. Hier fanden wir neben vielen Leckerein, wie die German Bratwurst, auch liebevolle Stände die selbsthergestellte Musikinstrumente, Kleidung, Honig, etc anboten. Insgesamt verbreitete der Markt einen bezaubernden alternativen Flair. Nach kurzem Verweilen gings dann auch schon wieder weiter in das schöne und etwas noblere Küstenstädtchen Noosa. Hier konnten wir den Sonnenuntergang bewundern, sowie zwei weitere Touristen, die es schafften sich mit Ihrer Angel eine Möwe zu angeln. Das arme Tier konnte nach einer kurzen OP seinen Flug fortsetzen.
Kurz nach Einbruch der Dunkelheit und kurz vor unserem Abendessen, machten wir die Bekanntschaft mit einem deutschen Päarchen aus Köln und wurden von diesem noch mit leckerem Kuchen versorgt. Leider mussten wir unseren Schlafplatz am Meer doch noch unerwarteter Weise „räumen“, da eine Horde Jugendlicher beschlossen hatte, keine 10 Meter von uns entfernt einen Geburtstag zu feiern und es dem entsprechend laut wurde und an Schlaf nicht mehr zu denken war.
Glücklicherweise fanden wir keinen Kilometer entfernt ein ruhigeres Eckchen und konnten hier unseren Schlaf fortsetzen.
Am nächsten Morgen setzten wir unsere Fahrt in den wärmeren Norden fort und erreichten Tin Can Bay. Dieser Ort hat außer seinem lustigen Namen noch einen weitere Attraktion zu bieten, nämlich zwei zahme, frei lebende Delphine, welche jeden Morgen in den Hafen kommen und sich dort brav von Touristen wie uns füttern lassen. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen.
Nachdem auch wir ein kleines Frühstück zu uns genommen hatten, ging es weiter über das kleine verschlafene Maryborough, der Stadt in der die Autorin von Mary Poppins geboren wurde, nach Hervey Bay. Hier trafen wir wieder, wie auch schon in Tin Can Bay, unser Kölner Päarchen. Da uns die Wetterlage an diesen Tagen zu unsicher erschien und wir keinen Reinfall erleben wollten, haben wir beschlossen, Fraser Island erstmal auszulassen und später, wenn hier wieder der Sommer herrscht, nachzuholen. Zu unserer Unterhaltunmg lernten wir auch noch drei Jungs aus dem schönen Thüringen kennen, mit denen wir einen netten Abend teilten.
Frisch erholt ging es am nächsten Tag weiter gen Bundaberg um die dortige Rumdestillerie zu besichtigen. Da allerdings die Besichtigung mit 25 Dollar weitaus teuerer sein sollte, als in unseren Reiseführern beschrieben, entschieden wir uns, etwas entäuscht, Bundaberg wieder zu verlassen und direkt weiter zu fahren nach „Agnes Water“ und „Town of 1770“. Hier war es im Jahre 1770, als James Cook, noch nicht Käptain(!), das erstemal seinen Fuß auf queensländische Erde setzte. Daher entschied man sich der Stadt den Namen „Town of 1770“ zu geben. Hier erlebten wir drei wundervoll erholsame Tage mit Sonne, Strand und Meer und trafen (wieder einmal) auf unser Kölner Päarchen.
Darüber hinaus machten wir neue Bekannschaft mit einem Mitarbeiter des örtlichen Councils, welcher für die Pflege des Parks zuständig war, in dem wir nächtigten. Dieser nette Herr war von uns anscheinend so begeistert, dass er uns am zweiten Tag ein kleines Maskottchen für unser Auto, einen Koalabären, schenkte und wir ihn auf eine Tasse Kaffee einluden. Auch lernten wir hier zwei australische Backpacker, Melissa und ihren Freund, kennen, die uns gleich anbot auf der Farm ihrer Eltern, auf Kangaroo Island, als wwoofer und Schafscherer zu arbeiten. Dieses Angebot ließen wir uns natürlich nicht engehen und tauschten schonmal die Adressen und Nummern aus. Auch wurde uns von den Beiden ein kleiner Crashkurs gegeben, wie man die Angel, welche wir uns inzwischen gekauft hatten, richtig benützt.
Am dritten Tag verließen wir diesen schönen Flecken Erde und fuhren weiter nach Tannum Sands, einem Vorort der Industriestadt Gladstone und verbrachten hier die Nacht. Nun sind wir auf dem Weg nach Gladstone, um auch diese Stadt zu erkunden.
Wie Ihr lesen könnt, geht es uns soweit also ganz gut und wir setzen unseren Weg, einmal rund um Australien, Kilometer für Kilometer fort.
Wir hoffen, dass bei Euch auch alles in Ordnung ist und schicken Euch sonnige Grüsse vom anderen Ende der Welt.
Das solls dann soweit auch gewesen sein für heute. Machts gut und bis demnächst.
Euer Tobi und Eure Muriel